Ursprung des Jakobuswegs

Jakobuslegende



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Historie



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Wenn der Jakobustag - das ist der 25. Juli - auf einen Sonntag fällt (wie im Jahr 2010), feiert eine ganze Stadt ein Heiliges Jahr:

Santiago de Compostela.

Hier befindet sich der Überlieferung nach das Grab des Apostels Jakobus des Älteren, des Apostels Spaniens. Historisch war Jakobus der ältere Bruder des Johannes und gehörte mit diesem zu den Lieblingsjüngern Jesu. Im Jahr 44 n. Chr. starb er unter Herodes Agrippa I. als erster Apostel den Märtyrertod. Der Legende nach wurde sein Leichnam in einem Boot an die Westküste Spaniens getrieben und dort beigesetzt. Als sein Grab zu Beginn des 9. Jahrhunderts wieder entdeckt wurde, begann ein Pilgerstrom nach Santiago, das neben Jerusalem und Rom zum bedeutendsten Wallfahrtsort der Christenheit wurde. Seit tausend Jahren haben Pilger aller europäischer Völker auf dem Weg an den „Rand der Welt” ihre Spuren hinterlassen. Wissend um die große historische, kulturelle, religiöse und soziale Bedeutung dieses Weges, der aus vielen Ästen besteht und sich in Spanien zum „Camino” vereint, wurde der Jakobusweg 1987 vom Europarat zur ersten europäischen Kulturstraße erklärt. Der Jakobusweg wird mit dem Bild einer Kammmuschel markiert. Einst sammelten die Pilger die Muschel im Meer am Kap Finisterre (bei Santiago, Galicien) und trugen sie als ihr Erkennungszeichen heim. Die Muschel wandelte sich dann zum typischen Symbol des Santiago-Pilgers.


Jakobus der Ältere,
altes Wandgemälde
in der Goldschmiedekapelle
bei St. Anna zu Augsburg


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